Der Keltische Baumkalender

Die Verehrung der Vorfahren und ein fester Glaube an ein Leben nach dem Tode waren die Basis ihrer Spiritualität der Kelten. Sie lebten im Gleichklang mit der natürlichen Welt und waren überzeugt davon, dass der schöpferische Geist in allen Dingen waltet und dass alles aus der Natur irgendeinen Wert aufweist, der sich der Menschheit mitteilt.

Jede Baumart barg besondere Schätze, die sie als Schutz, Energie, Nahrung oder Medizin anzubieten hatte. Das Wohlergehen der Volksstämme hing von der Natur ab. Und weil die Bäume offenbar so viel anzubieten hatten, standen sie in besonders hohem Ansehen. Die Kelten verfügten über ein unglaublich reiches Wissen über die Beziehungen des Menschen zur natürlichen Welt. Besonders ausgebildete Stammesmitglieder, Männer wie Frauen, hielten die Geschichte und das Wissen ihres Volkes in Versform fest, um es über die Generationen weiterzugeben. Sie waren meisterliche Dichter und Magiere, denen man großen Respekt entgegenbrachte.

Die Ausbildung zum Dichter und Druiden war ein langwieriger Prozess mit vielen Schritten und dauerte mindestens zwölf Jahre.
In Irland nannte man diese Meisterdichter Ollaven, und in Wales hießen sie Druide.

Es gab eine geheime Schriftsprache, die nur die eingeweihten Druiden kannten. Man nannte sie Ogham. Die Buchstaben des Ogham-Alphabets wurden als Ritzzeichen in Holz oder Stein festgehalten.

In der ältesten bekannten Form des Ogham, dem Baum-Ogham oder keltischen Baumalphabet, steht jeder Buchstabe für den Namen eines Baumes. Das keltische Jahr umfasste 13 Monate, und jeder Monat hatte seinen eigenen besonderen Baum. Und hinter jedem Buchstaben im Alphabet stand ein reiches Symbolwissen.

Diese Tradition lebt bis heute in Irland fort, denn einige Buchstabennamen im modernen irischen Alphabet sind tatsächlich alte Baumnamen.

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